Greetings of the Ephorus of HKBP To the Great Synod of EKvW (Deucth)

Grußwort des Ephorus der Protestantischen Batak-Kirche (HKBP)

Pfarrer WTP Simarmata, MA

auf der Landessynode der EKvW

am 18. November 2013

 

Liebe sehr verehrte Präses Annette Kurschus und Mitglieder der Kirchenleitung derb Evangelischen Kirche von Westfalen. Liebe sehr geehrte Delegierte und Gäste dieser westfälischen Landessynode. Im Namen der vier Millionen Mitglieder der HKBP und ihrer Pfarrerinnen und Pfarrer grüße ich Sie im Frieden und in der Liebe Gottes – und mit dem bekannten Begrüßungs-Wort aus dem Batak-Land: Horas! (Schalom, d.Ü.)

Die Einladung zu dieser Synode war eine Ehre für mich. Leider kann ich selbst nicht zu Ihnen kommen, kurz nach meiner Rückkehr von der Vollversammlung des Weltkirchenrates in Busan in Südkorea. Ich bin froh, dass nun Dr. Fridz Sihombing unter Ihnen ist, der mich vertritt und meine tiefe Dankbarkeit und meine herzlichen Grüße an die Synode übermitteln kann.

Ein wirklicher Freund bewährt sich in der Not. Für uns in der HKBP ist die EKvW mehr als ein Partner im traditionellen Sinn, sie ist für uns vielmehr eine wirkliche Freundin, die immer da ist, in freudigen wie auch in schwierigen Zeiten. Als die HKBP und Kirchen in Indonesien von radikalen Gruppen bedroht und angegriffen wurden, zeigte uns die EKvW in besonderer Weise, dass wir eine Familie sind, eine weltweite Familie, die vom Gott des Lebens gestaltet wird.

Wie erhielten eine bemerkenswerte seelsorgerliche Botschaft von Präses Annette Kurschus, die uns der konkreten Unterstützung der Geschwister in aller Welt versicherte, insbesondere hier aus Deutschland und aus der westfälischen Kirche. Dies hilft uns sehr, unsere Kämpfe und Sorgen leichter zu bewältigen.

Das Bewusstsein der Geschwisterlichkeit zwischen unseren Kirchen ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Wir haben Freude und Traurigkeit geteilt, sowie auch die Aufgaben und Herausforderungen, die daraus erwachsen sind. Wir haben unsere Ressourcen geteilt und unseren spirituellen Reichtum, Erfolge und Misserfolge und die Hoffnung auf ein gerechteres und friedvolleres Leben. Eines der historischen Ereignisse in unserer Kirche war der Besuch der Delegation der EKvW im Juni dieses Jahres. Dieser Besuch war ein Meilenstein in unserer reichen und vertrauensvollen Beziehung. Wir haben Themen diskutiert, die für unsere Existenz und unseren Dienst maßgeblich sind: Gerechtigkeit und Frieden, interreligiöser Dialog, Herausforderungen des Klimawandels und Familienleben. Solche Begegnungen sind wirklich bereichernd und sie stärken uns alle.

Auf dem Höhepunkt dieses Besuches überreichte mir Präses Annette Kurschus in unserer schönen Stadt Parapat ein wunderschönes Halskreuz – während unseres Sonntagsgottesdienstes vor den Augen von tausenden Gemeindemitgliedern, Pfarrerinnen und Pfarrern. Dieses Halskreuz, das vom jeweiligen Ephorus der HKBP getragen warden wird, ist ein sichtbares Zeichen der Geschwisterschaft zwischen unseren Kirchen und eine Erinnerung daran, dass wir auf unserem Pilgerweg Hand in Hand gehen. Die EKvW begleitet uns auch in unserem gegenwärtigen Reformprozess, der uns die Hoffnung gibt, dass wir in unserer Berufung gestärkt werden. Diese Beziehung kommt für uns wie vom Himmel, sie gibt uns Licht und Hoffnung.

Liebe Brüder und Schwestern, ich möchte Ihnen gerne einen Überblick über die gegenwärtigen Entwicklungen in unserer Kirche geben. Seit unserer Landessynode 2012 arbeitet die HKBP intensiv an einem Reformprozess, der von drei Säulen bestimmt wird: Erneuerung, Frieden und Stärkung. Diese drei Säulen wurden für die Umsetzung unserer strategischen Planung und unseres Rahmenplans für die Jahre 2012 bis 2016 beschlossen. Wir verstehen diese drei Säulen in einem umfassenden Sinn. Wir arbeiten an einer Umgestaltung unserer Kirche, um ihren Dienst in der Gegenwart und in der Zukunft in seiner Relevanz zu stärken. Eine solche Umgestaltung hat es bisher in unserer Kirche noch nicht gegeben. Ein Teil dieser Erneuerung ist die Neugestaltung unserer Verfassung. In diesem Prozess begleitet uns die EKvW mit ihrer Erfahrung und Weisheit. Für diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit sind wir dankbar.

Wir sind ernsthaft darum bemüht, dass diese Umgestaltung unserer Kirche im Frieden geschieht, in einem umfassend verstandenen Frieden: Frieden innerhalb unserer Kirche, Frieden mit anderen Kirchen und Religionen, Frieden mit Gottes Schöpfung. Die gegenwärtigen Naturkatastrophen auf den Philippinen und in Sumatra rufen uns ernsthaft zum Frieden mit der Erde, mit Gottes Schöpfung. Bei den kürzlichen Ausbrüchen des Vulkans Sinabung auf Sumatra und bei dem Taifun „Hayan“ auf den Philippinen sind wir unserer Verpflichtung zur Solidarität und Hilfe nachgekommen, denn in diesem Leiden gehören wir alle zusammen.

Um diese Umgestaltung unserer Kirche umzusetzen, arbeiten wir auf unterschiedlichen Wegen daran, unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sowie unsere Gemeindemitglieder zu stärken. Wir hoffen, dass wir mit solchen Stärkungsprogrammen unserer Verantwortung und unserer Berufung treu sein können, für möglichst viele Menschen und für Gottes Schöpfung ein Segen zu sein.

Nun beraten Sie in dieser Landessynode Themen, die sehr wichtig sind, in der Kirche, in der Gesellschaft und in unserer Welt. Wir beten und hoffen, dass Gott Sie dabei stärkt, Sie mit Mut und Weisheit stärkt auf diesem Weg. Sie greifen mit „Familien heute“ ein sehr wichtiges Thema auf in der Hoffnung, dass die EKvW leuchtende Impulse in Kirche und Gesellschaft gibt, damit „Familie“ in Übereinstimmung mit Gottes Liebe verstanden wird, damit alle Menschen sowie die ganze Schöpfung Gottes die Schönheit des Lebens in Gottes Familie erfahren kann.

In unserer traditionellen „Adat“ – Kultur, die durch die Begegnung mit der Guten Nachricht bereichert wurde, haben wir ein sehr besonderes Verständnis von Familie. Nach diesem Verständnis hat jeder und jede in dieser Familie Raum und eine Verantwortung. Jede und jeder soll das Gefühl haben, akzeptiert und respektiert zu sein und mit Achtung behandelt zu werden. In besonderer Weise ist in der Familie, wie sie Gott vor Augen steht, jede und jeder Tochter und Sohn Gottes und dazu bestimmt, Liebe zu erfahren, Frieden, Gerechtigkeit und Lebensfülle. Ich hoffe und ich bin überzeugt, dass diese Synode durch den Geist Gottes geleitet wird, der uns zu einem Leben in Fülle führt. Gott segne Euch, HORAS!

Pfarrer Dr. Fridz Sihombing

Leiter der Ökumene-Abteilung der HKBP

Pearaja-Tarutung

Sumber : http://hkbp.or.id/greetings-of-the-ephorus-of-hkbp-to-the-great-synod-of-ekvw-deucth/

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